AUA

Verluste für die internationale Luftfahrt

geschrieben von bull in Airline, Fliegen, Luftfahrt - 25 Mär, 2009

Nicht nur die AUA (Austrian Airlines) hat im letzten Jahr Verluste eingeflogen. Der gesamten Branche geht geht es zur zeit nicht gerade rosig. Experten gehen von Konsolidierungen am Markt aus. Auch das jahr 2009 wird ein Schwieriges für die Luftfahrt. Der internationale Luftfahrtverband IATA http://www.iata.org hat seine vorsichtigen Schätzungen für das laufende Jahr erneut nach unten korrigiert. Im Dezember 2008 wurde noch von Verlusten in der Höhe von 2,5 Mrd. Dollar für 2009 gerechnet. Tatsächlich dürfte der globale Luftverkehr in diesem Jahr allerdings mit Verlusten in der Höhe von 4,7 Mrd. Dollar rechnen. Nach IATA-Einschätzungen würden die Umsätze in diesem Jahr um zwölf Prozent - das sind 62 Mrd. Dollar - auf 467 Mrd. Dollar sinken.

"Die derzeitige Lage in der Luftfahrtbranche ist sehr düster. Die Nachfrage hat mit der Wirtschaftskrise deutlich stärker nachgelassen als wir das Anfang des Jahres erwartet hatten", so IATA-Generaldirektor und CEO Giovanni Bisignani. Es herrsche derzeit ein enormer Druck auf die Jahresbilanzen. Man erwarte ein weiteres Sinken der Nachfrage in diesem Jahr. Das Passagieraufkommen werde im Vergleich zu 2008 insgesamt um 5,7 Prozent zurückgehen. "Vor allem im Premium-Sektor wird mit massiven Einbrüchen gerechnet. Aber auch im Frachtbereich wird ein Minus von 13 Prozent vorhergesagt", so Bisignani.

Ein Notnagel für die Fluggesellschaften sind die fallenden Treibstoffpreise. Diese verhindern allerdings noch höhere Verluste. Mit erwarteten 50 Dollar pro Barrel Öl werden die Kosten für Kerosin rund 25 Prozent der operativen Kosten ausmachen. 2008 waren es bei einem Durchschnittspreis von 99 Dollar pro Barrel noch 32 Prozent.

Am härtesten getroffen von der Krise werden nach Ansicht der IATA die Fluglinien im asiatisch-pazifischen Raum. Hier erwarte man Verluste in der Höhe von 1,7 Mrd. Dollar. Zu den Verlierern werden auch die europäischen Airlines zählen. Hier gehen Experten von Verlusten in der Höhe von rund einer Mrd. Dollar aus. Die Kapazitätskürzungen von 5,3 Prozent werden mit der verringerten Nachfrage nicht mithalten können und damit die Verluste begründen.

AUA Sparpaket zum Teil vereinbart

geschrieben von bull in AUA, Airline, Austrian, Sparen, Personal, Vorstand, Betriebsrat - 11 Mär, 2009

Wichtiger Schritt zur Konsolidierung der Finanzen und zur Beruhigung der Anleger. Austrian Airlines (AUA) und Gewerkschaften haben sich heute auf wesentliche Eckpunkte eines Sparpaketes geeinigt. Rund 2.600 Angestellte vom Bodenpersonal werden ab 1. April in Kurzarbeit gehen. Die Pensionskassenbeiträge der Beschäftigten werden für ein Jahr um 75 Prozent reduziert und die aktuelle Kollektivvertragslaufzeit wird um zwei Monate vom 1.11.2009 bis 31.12.2009 verlängert.

Die Verhandlungen mit dem fliegenden Personal laufen noch.

Die Eckpunkte des AUA-Krisenpaketes sehen eine Arbeitszeitreduzierung auf 80 Prozent und ein Entgelt von 90 Prozent bzw. 90 Prozent Arbeitszeit bei 95 Prozent Gehalt vor, wobei die AMS-Förderung die Differenz weitestgehend abdecke, so die AUA. Die Kurzarbeit soll zunächst für sechs Monate gelten, wobei eine Verlängerungsoption besteht. Im Sinne sozialer Ausgewogenheit seien Lehrlinge, Teilzeitangestellte (bis zu 50 Prozent Normalarbeitszeit) und Arbeitnehmer mit einem Einkommen bis zu 1.100 Euro von der Kurzarbeit ausgeschlossen.

"Das ist ein sehr wichtiger Schritt zur Krisenbewältigung", so die AUA-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth. Die Kurzarbeit werde sowohl größtmögliche Gleichbehandlung gewährleisten als auch die zwingend erforderlichen Personalkosteneinsparungen realisieren. Mit dieser Einigung sei eine weitere wichtige, rasch wirksame Maßnahme im Krisenpaket umgesetzt.

"Mit diesem Paket können wir die österreichischen Arbeitsplätze sichern und leisten in diesen schwierigen Zeiten auch einen deutlichen Beitrag zur Krisenbewältigung", so Bodenbetriebsratsvorsitzender Alfred Junghans.

Die AUA Aktie notierte zu Mittag bei 3,72 Euro je Aktie.


AUA Deal wird von EU geprüft

geschrieben von bull in AUA, Airline, Austrian, Verkauf, Europa - 10 Mär, 2009

Österreichs Finanzminister und Vizekanzler Josef Pröll hat eine beschleunigte Durchführung der Prüfung des Verkaufes der AUA an die lufthansa gefordert. Wie die APA heute meldet, will EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani die Prüfung des Schuldenerlasses von 500 Mio. Euro an die AUA bis Juni abgeschlossen haben. "Ich hoffe, dass das Verfahren bis zu den Europawahlen beendet ist", sagte Tajani heute, Dienstag, in Straßburg auf APA-Anfrage. Der Fall sei aber technisch kompliziert und müsse daher genau geprüft werden. Der Besuch von Vizekanzler Josef Pröll am Montag bei ihm sei sehr erfreulich gewesen, betonte Tajani, weil eine Lösung in Kooperation mit der Regierung schneller und einfacher zu finden sei.
Er selbst wolle das Verfahren nicht verzögern, sondern habe im Gegenteil dem Vizekanzler klar gemacht, dass die Kommission umso schneller agieren könne, je schneller Österreich auf den Brief der EU-Kommission antworte. Die Prüfung sei noch in der ersten Phase, sagte Tajani. Die EU-Kommission hat Anfang Februar Zweifel angemeldet, dass der von Österreich mit der deutschen Lufthansa fixierte "Preis" für den AUA-Anteil der ÖIAG dem Marktpreis entspricht und dementsprechend eine Prüfung der Restrukturierungsbeihilfe gestartet.


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