Beitrag des Flughafens Wien zur AUA Sanierung
Lufthansa Konzernchef Wolfgang Mayrhuber hatte in einem Interview klar die Unterstützung bei der AUA Sanierung von derzeitigen Partnern wie Flughafen und OMV gefordert. Der seit Wochen geforderte Beitrag des Flughafens Wiens zur Sanierung der vor der Übernahme durch die Lufthansa stehenden AUA dürfte nun fix sein.
Wie die APA aus informierten Kreisen erfuhr, soll eine Senkung der Sicherheitsgebühren für Transitpassagiere am Flughafen Wien von derzeit 8 auf 4 Euro vorgesehen sein. Die Änderung könnte bereits heute im Zuge der Budgetbegleitgesetze durch den Ministerrat gehen. Im zuständigen Innenministerium wurden nur Gespräche mit dem Finanzministerium bestätigt.
Zielgerade für AUA Deal mit Lufthansa
Zustimmung der Inhaber von zumindest 75% der AUA-Aktien sind eine der Bedingungen der Lufthansa für die Übernahme der AUA. 7% dürft die Lufthansa bereits haben: Die in einem Syndikat zusammengeschlossenen Banken und Versicherungen, die bisher rund 7 Prozent an der AUA (Austrian Airlines) halten, wollen das Übernahmeangebot der deutschen Lufthansa annehmen. "Die Annahme des Übernahmeangebots durch die Syndikatspartner ist ein wichtiges Signal an die Aktionäre der Austrian Airlines und ein wesentlicher Schritt zur Erfüllung der noch ausstehenden Bedingungen", betonte die ÖIAG in einer Pressemitteilung am Dienstag.
In dem Syndikat sind neben der ÖIAG - die den "Verkauf" ihres Pakets an die Lufthansa schon im Dezember paktiert hat - die Raiffeisen Invest-Gesellschaft, die Vienna Insurance Group (VIG) und das Bank Austria-Beteiligungsvehikel LVBG vertreten. Die Lufthansa hat am 27. Februar ihr Angebot an den Streubesitz von 4,49 Euro je Aktie veröffentlicht, es läuft noch bis 11. Mai und ist laut ÖIAG an das Erreichen der Annahmeschwelle von 75 Prozent gebunden.
Die Aktien der ÖIAG - rund 41,6 Prozent - werden laut Übernahmevereinbarung außerhalb des Angebots an die Lufthansa übertragen. Die Staatsholding erhält einen Besserungsschein für maximal 164 Mio. Euro.
ÖIAG-Chef Peter Michaelis warb neuerlich für die Annahme des Lufthansa-Angebotes: "Durch die anhaltende Rezession und den damit einhergehenden drastischen Nachfrageeinbruch ist diese Partnerschaft entscheidend für die nachhaltige Zukunftssicherung der AUA".