Kostensenkung mit Verringerung des Luftwiderstandes bei Tragflächen
Mikrodüsen auf den Tragflächen könnten
Flugzeugen zu einem deutlich geringeren Luftwiderstand und damit auch zu
weniger Treibstoffbedarf verhelfen. Das behaupten Forscher der Universität
Warwick http://www.warwick.ac.uk . Das Grundprinzip
ihrer Innovation beruht auf hunderttausenden kleinen Löcher an der Oberfläche,
unter denen sich Luftkammern befinden. Im Flug führe das zu einem Effekt namens
Helmholz-Resonanz. "Es ist praktisch dasselbe, wie wenn man über einen
Flaschenhals bläst. Luft wird dabei in einen Hohlraum gepresst, in dem sich der
Druck erhöht. Dieser schiebt die Luft wieder nach außen und erzeugt dabei eine
Oszillation", erklärt Forschungsleiter Duncan Lockerby. Träger der
Forschung sind das Engineering and Physical Science Research Council und der
Flugzeughersteller Airbus.
"Etwa die Hälfte
des Luftwiderstandes eines Flugzeuges geht auf Reibungseffekte an der
Oberfläche zurück. Alle Maßnahmen, die die Reibung verringern, können daher
wesentlich zu geringerem Kerosinverbrauch und somit auch niedrigeren
Treibstoffkosten führen", so Lockerby. Die Mikrodüsen reduzierten den
Widerstand um bis zu 40 Prozent und den Kerosinbedarf um bis zu 20 Prozent. Die
Wirkung habe sich im Windkanal bestätigt, man habe jedoch bisher noch nicht
entschlüsseln können, was genau den Ausschlag für die niedrigere Reibung gab.
Die Lufthansa wartet, der AUA Deal ist in der Zielgeraden.
AUA Aktie in Wien verliert am Mittwoch
Der Aktienkurs der Austrian Airlines AG steht an der Wiener Börse heute um 15 Uhr 20 mit einem Minus von 0,96 Prozent bei 4,12 Euro/Aktie.
Mit dem Erreichen des 75-Prozent-Quote am Montag verlängerte sich die Frist für
AUA-Aktionäre, ihre Papiere der Lufthansa anzubieten, um weitere drei Monate.
Sollte die Lufthansa auf 90 Prozent der Anteile kommen, kann sie nach
österreichischem Recht die verbliebenen freien Aktionäre zwangsweise abfinden. Das sogenannte Squeeze out beschreibt ein Verfahren, nachdem ein Mehrheitsaktionär, Kleinaktionäre
mittels Barabfindung aus einem Unternehmen drängen kann.
Im Übernahmeangebot hatte Lufthansa bereits angekündigt, die AUA vollständig kaufen zu wollen.
Entscheidender Schritt im Übernahmekrimi Lufthansa vs. AUA
Letztendlich landet die AUA wohl doch im Bett der Lufthansa. AUA-Aktionäre haben der Lufthansa über 85 Prozent der Anteilsscheine
bis zum Termin gestern abend zum Kauf angeboten. Damit ist eine der wesentlichen Bedingungen der Lufthansa zur AUA-Übernahme erfüllt.
AUA Vorstand Peter Malanik spricht von einem "weiteren entscheidenden
Meilenstein" im Verkaufsprozess. Zufrieden zeigt sich auch Vorstands-
Kollege Andreas Bierwirth. Er dankt den Aktionären für das Ergebnis
des Übernahmeofferts. Sie hätten damit wesentlich zu einer positiven
Zukunft der AUA beigetragen, und auch zur Standortsicherung. Auch Österreichische Politiker äußerten sich bereits zufrieden über den Verlauf und die Erfüllung 75 Prozent Bedingung.
Die Zustimmung der EU zum Lufthansa-AUA Deal und die kartellrechtliche Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde zur Übernahme sollten wohl keine Fallgruben mehr sein.