Verlängerung des Übernahmeangebotes der deutschen Lufthansa für die AUA
Reuters Wien meldet gestern unbestätigte Verlängerung des Übernahmeangebotes für die Austrian Airlines. Die Übernahmekommission an der Wiener Börse solle nach Angaben involvierter Kreise der Verlängerung des Übernahmeangebotes der deutschen Lufthansa für die AUA (Austria Airlines) zustimmen. Die Übernahmekommission wollte dies am Donnerstag allerdings noch nicht bestätigen. Heute vormittag gab die Übernahmekommission offiziell die Verlängerung bekannt.
Die Verlängerung war notwendig geworden, weil sich Lufthansa und die Kommission der Europäischen Union nicht zeitgerecht über offene Fragen im kartellrechtlichen Verfahren einigen konnten. Da ein formeller Beschluss der Kommission vor Ablauf der Frist 31. Juli nicht mehr möglich ist, ersuchte die Lufthansa Anfang dieser Woche die Kommission diese um ein Monat zu verlängern.Somit ist eine weitere Hürde für die Eingliederung der Austrian Airlines in den Lufthansaverband genommen.
AUA Hauptversammlung bestätigt Katastrophenszenario
Das bestätigt AUA-Aufsichtsratspräsident Michaelis in der AUA Hauptversammlung am Dienstag, 14.7.2009!
Der österreichische Staat müsste für den Fall, dass der Verkauf der Austrian Airlines (AUA) an die Deutsche Lufthansa platzt, mehr als eine Milliarde Euro in die angeschlagene österreichische Fluggesellschaft einschießen.
Auf Fragen von Anlegern nach dem zusätzlichen Mittelbedarf im "Plan-B" sagte AUA-Aufsichtsratspräsident Peter Michaelis bei der AUA-Hauptversammlung am Dienstag, dass der Betrag dann über dem Doppelten jenes Betrags liegen würde, der jetzt beantragt sei.
Im EU-Beihilfeverfahren geht es aktuell wie berichtet um einen Staatszuschuss von 500 Mio. Euro, der beim Verkauf an die Lufthansa für die AUA fließen sollte.
Die Lufthansa pokert indessen weiter mit der zuständigen EU-Kommissarin.