AUA - weniger Passagiere 2009 für die Airline
Ein Zehntel weniger Passagiere im Jahr 2009! So endete das Jahr des Notverkaufs an die Lufthansa für die österreichische Airline. Wie die anderen Fluggesellschaften hat auch die AUA ihr Streckennetz reduzieren müssen, Kapazitäten rückgenommen und Flieger stillgelegt. Dem Personal werden schmerzhafte Einschnitte abverlangt. Es werden zuhauf Stellen abgebaut.
Bei der seit September zur deutschen Lufthansa gehörenden Austrian Airlines bleiben nach dem Jahr 2009 die Erträge schwer unter Druck. Das machten am Dienstag nach Vorlage der schwachen Verkehrszahlen fürs abgelaufene Jahr die AUA-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth deutlich. Die Passagierentwicklung habe sich aber "stabilisiert". Dass im Dezember 2009 erstmals wieder ein kleines Plus bei den Passagieren stand, lag nur daran, dass der Dezember 2008 sich schon in die Katastrophenmonate für die Airlines eingereiht hatte.
Besonders stark rückläufig war es für die AUA 2009 im Langstreckennetz, da sank die Passagierzahl um 19 Prozent. Im strategisch besonders wichtigen Osteuropamarkt ("Focus East") gab es 10 Prozent Rückgang, im restlichen Europa minus 5 Prozent. Um 23 Prozent ging es im Charterverkehr zurück.
Austrian Airlines am Mittwoch
Austrian Airlines, AUA, schließt am Mittwoch, 2.12.2009, als Schlußlicht im ATX Prime der Wiener Börse bei 1,70 Punkten, das ist ein Minus von 10,99%.
Unterdessen wird es bei der AUA mit dem vom Management angekündigten Abbau von bis zu 1500 Jobs ernst. Für die betroffenen Mitarbeiter wird an umfangreichen Sozialmaßnahmen für Bodenpersonal und Luftpersonal in Form von Golden Handshakes gearbeitet.
Austrian Airlines setzt sich auf den Schoß der Lufthansa
Das Zittern war groß und dauerte lange. Würde die AUA als Braut attraktiv genug sein, um von der Lufthansa genommen zu werden? Werden die Wettbewerbshüter in Brüssel ihren Segen zur Liebeshochzeit unter den europäischen Airlines geben? Würde das Liebespaar zueinanderfinden in diesen turbulenten Krisenzeiten? Könnten österreichische Politiker und Manager den Deal nicht vielleicht doch noch vermasseln?
Das Zittern hat ein Ende und was lange währte wird endlich gut: Die EU Kommissare haben den Hochzeits-Deal zwischen Lufthansa und AUA genehmigt. Nun muss sich die Braut noch ein wenig herrichten, sich etwas verschönern und aufputzen. Dann steht einer langen glücklichen Ehe nichts mehr im Wege.
