Austrian Airlines am Mittwoch
Austrian Airlines, AUA, schließt am Mittwoch, 2.12.2009, als Schlußlicht im ATX Prime der Wiener Börse bei 1,70 Punkten, das ist ein Minus von 10,99%.
Unterdessen wird es bei der AUA mit dem vom Management angekündigten Abbau von bis zu 1500 Jobs ernst. Für die betroffenen Mitarbeiter wird an umfangreichen Sozialmaßnahmen für Bodenpersonal und Luftpersonal in Form von Golden Handshakes gearbeitet.
AUA Sparpaket zum Teil vereinbart
Die Verhandlungen mit dem fliegenden Personal laufen noch.
Die Eckpunkte des AUA-Krisenpaketes sehen eine Arbeitszeitreduzierung auf 80 Prozent und ein Entgelt von 90 Prozent bzw. 90 Prozent Arbeitszeit bei 95 Prozent Gehalt vor, wobei die AMS-Förderung die Differenz weitestgehend abdecke, so die AUA. Die Kurzarbeit soll zunächst für sechs Monate gelten, wobei eine Verlängerungsoption besteht. Im Sinne sozialer Ausgewogenheit seien Lehrlinge, Teilzeitangestellte (bis zu 50 Prozent Normalarbeitszeit) und Arbeitnehmer mit einem Einkommen bis zu 1.100 Euro von der Kurzarbeit ausgeschlossen.
"Das ist ein sehr wichtiger Schritt zur Krisenbewältigung", so die AUA-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth. Die Kurzarbeit werde sowohl größtmögliche Gleichbehandlung gewährleisten als auch die zwingend erforderlichen Personalkosteneinsparungen realisieren. Mit dieser Einigung sei eine weitere wichtige, rasch wirksame Maßnahme im Krisenpaket umgesetzt.
"Mit diesem Paket können wir die österreichischen Arbeitsplätze sichern und leisten in diesen schwierigen Zeiten auch einen deutlichen Beitrag zur Krisenbewältigung", so Bodenbetriebsratsvorsitzender Alfred Junghans.
Die AUA Aktie notierte zu Mittag bei 3,72 Euro je Aktie.