AUA Aktie in Wien verliert am Mittwoch
Der Aktienkurs der Austrian Airlines AG steht an der Wiener Börse heute um 15 Uhr 20 mit einem Minus von 0,96 Prozent bei 4,12 Euro/Aktie.
Mit dem Erreichen des 75-Prozent-Quote am Montag verlängerte sich die Frist für
AUA-Aktionäre, ihre Papiere der Lufthansa anzubieten, um weitere drei Monate.
Sollte die Lufthansa auf 90 Prozent der Anteile kommen, kann sie nach
österreichischem Recht die verbliebenen freien Aktionäre zwangsweise abfinden. Das sogenannte Squeeze out beschreibt ein Verfahren, nachdem ein Mehrheitsaktionär, Kleinaktionäre
mittels Barabfindung aus einem Unternehmen drängen kann.
Im Übernahmeangebot hatte Lufthansa bereits angekündigt, die AUA vollständig kaufen zu wollen.
Entscheidender Schritt im Übernahmekrimi Lufthansa vs. AUA
Letztendlich landet die AUA wohl doch im Bett der Lufthansa. AUA-Aktionäre haben der Lufthansa über 85 Prozent der Anteilsscheine
bis zum Termin gestern abend zum Kauf angeboten. Damit ist eine der wesentlichen Bedingungen der Lufthansa zur AUA-Übernahme erfüllt.
AUA Vorstand Peter Malanik spricht von einem "weiteren entscheidenden
Meilenstein" im Verkaufsprozess. Zufrieden zeigt sich auch Vorstands-
Kollege Andreas Bierwirth. Er dankt den Aktionären für das Ergebnis
des Übernahmeofferts. Sie hätten damit wesentlich zu einer positiven
Zukunft der AUA beigetragen, und auch zur Standortsicherung. Auch Österreichische Politiker äußerten sich bereits zufrieden über den Verlauf und die Erfüllung 75 Prozent Bedingung.
Die Zustimmung der EU zum Lufthansa-AUA Deal und die kartellrechtliche Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde zur Übernahme sollten wohl keine Fallgruben mehr sein.
Annahmeschluß 11. Mai 2009 für das Lufthansa Übernahmeangebot an die Kleinaktionäre
Vor Annahmeschluss für das Lufthansa-Angebot am 11. Mai macht es die Austrian Airlines noch mal spannend. Der jüngste Quartalsverlust beträgt 88 Millionen Euro.
Jetzt sorgen Zeitungsinserate eines Vereines "Verein der Freunde der AUA" für Aufsehen.
Text: "Wir verkaufen. Der AUA zuliebe!"
Insider meinen, das Inserat sei eine Sache der ÖIAG. Die dementiert zwar offiziell, sagt aber gleichzeitig über eine Unternehmenssprecherin: "...dass wir sehr wohl die Initiative des Vereins der Freunde der AUA unterstützten, da diese Initiative einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Übernahmeangebots leisten kann".
75 Prozent der Aktien der Kleinanleger muß die Lufthansa erhalten, nur dann klappt die Übernahme der AUA durch die Lufthansa.