Hedgefonds Blacksmith Fund Ltd. klagt nach AUA-Übernahme
Ein unzufriedener Hedgefonds beschreitet den Gerichtsweg gegen die Lufthansa. Auf der turbulenten außerordentlichen Hauptversammlung (HV) der AUA am 16. Dezember 2009 hatten sich bereits Rechtsstreitigkeiten angekündigt.
Der Hedgefonds Blacksmith Fund Ltd. mit Sitz auf den Cayman Islands klagt gegen die Zwangsabfindung im Zuge der AUA-Übernahme durch die Lufthansa. Jene Kleinaktionäre, die das Lufthansa-Angebot von 4,49 Euro je Aktie nicht freiwillig angenommen hatten, wurden im Endeffekt mit einer Abfindung von 50 Cent je Aktie aus dem Unternehmen gedrängt.
Blacksmith will am Montag eine Anfechtungsklage beim Handelsgericht Wien dagegen einbringen, schreibt die "Presse". Grund ist nicht nur das niedrige Angebot sondern auch die Tatsache, dass die AUA ihren eigenen Aktienanteil von 3,45 Prozent nicht zu den "Squeeze-Out"-Bedingungen abgeben musste - eine Ungleichbehandlung der Aktionäre, wie der Fonds argumentiert.
Austrian Airlines setzt sich auf den Schoß der Lufthansa
Das Zittern war groß und dauerte lange. Würde die AUA als Braut attraktiv genug sein, um von der Lufthansa genommen zu werden? Werden die Wettbewerbshüter in Brüssel ihren Segen zur Liebeshochzeit unter den europäischen Airlines geben? Würde das Liebespaar zueinanderfinden in diesen turbulenten Krisenzeiten? Könnten österreichische Politiker und Manager den Deal nicht vielleicht doch noch vermasseln?
Das Zittern hat ein Ende und was lange währte wird endlich gut: Die EU Kommissare haben den Hochzeits-Deal zwischen Lufthansa und AUA genehmigt. Nun muss sich die Braut noch ein wenig herrichten, sich etwas verschönern und aufputzen. Dann steht einer langen glücklichen Ehe nichts mehr im Wege.
Verlängerung des Übernahmeangebotes der deutschen Lufthansa für die AUA
Reuters Wien meldet gestern unbestätigte Verlängerung des Übernahmeangebotes für die Austrian Airlines. Die Übernahmekommission an der Wiener Börse solle nach Angaben involvierter Kreise der Verlängerung des Übernahmeangebotes der deutschen Lufthansa für die AUA (Austria Airlines) zustimmen. Die Übernahmekommission wollte dies am Donnerstag allerdings noch nicht bestätigen. Heute vormittag gab die Übernahmekommission offiziell die Verlängerung bekannt.
Die Verlängerung war notwendig geworden, weil sich Lufthansa und die Kommission der Europäischen Union nicht zeitgerecht über offene Fragen im kartellrechtlichen Verfahren einigen konnten. Da ein formeller Beschluss der Kommission vor Ablauf der Frist 31. Juli nicht mehr möglich ist, ersuchte die Lufthansa Anfang dieser Woche die Kommission diese um ein Monat zu verlängern.Somit ist eine weitere Hürde für die Eingliederung der Austrian Airlines in den Lufthansaverband genommen.
