Kostensenkung mit Verringerung des Luftwiderstandes bei Tragflächen
Mikrodüsen auf den Tragflächen könnten
Flugzeugen zu einem deutlich geringeren Luftwiderstand und damit auch zu
weniger Treibstoffbedarf verhelfen. Das behaupten Forscher der Universität
Warwick http://www.warwick.ac.uk . Das Grundprinzip
ihrer Innovation beruht auf hunderttausenden kleinen Löcher an der Oberfläche,
unter denen sich Luftkammern befinden. Im Flug führe das zu einem Effekt namens
Helmholz-Resonanz. "Es ist praktisch dasselbe, wie wenn man über einen
Flaschenhals bläst. Luft wird dabei in einen Hohlraum gepresst, in dem sich der
Druck erhöht. Dieser schiebt die Luft wieder nach außen und erzeugt dabei eine
Oszillation", erklärt Forschungsleiter Duncan Lockerby. Träger der
Forschung sind das Engineering and Physical Science Research Council und der
Flugzeughersteller Airbus.
"Etwa die Hälfte
des Luftwiderstandes eines Flugzeuges geht auf Reibungseffekte an der
Oberfläche zurück. Alle Maßnahmen, die die Reibung verringern, können daher
wesentlich zu geringerem Kerosinverbrauch und somit auch niedrigeren
Treibstoffkosten führen", so Lockerby. Die Mikrodüsen reduzierten den
Widerstand um bis zu 40 Prozent und den Kerosinbedarf um bis zu 20 Prozent. Die
Wirkung habe sich im Windkanal bestätigt, man habe jedoch bisher noch nicht
entschlüsseln können, was genau den Ausschlag für die niedrigere Reibung gab.
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