Hedgefonds Blacksmith Fund Ltd. klagt nach AUA-Übernahme
Ein unzufriedener Hedgefonds beschreitet den Gerichtsweg gegen die Lufthansa. Auf der turbulenten außerordentlichen Hauptversammlung (HV) der AUA am 16. Dezember 2009 hatten sich bereits Rechtsstreitigkeiten angekündigt.
Der Hedgefonds Blacksmith Fund Ltd. mit Sitz auf den Cayman Islands klagt gegen die Zwangsabfindung im Zuge der AUA-Übernahme durch die Lufthansa. Jene Kleinaktionäre, die das Lufthansa-Angebot von 4,49 Euro je Aktie nicht freiwillig angenommen hatten, wurden im Endeffekt mit einer Abfindung von 50 Cent je Aktie aus dem Unternehmen gedrängt.
Blacksmith will am Montag eine Anfechtungsklage beim Handelsgericht Wien dagegen einbringen, schreibt die "Presse". Grund ist nicht nur das niedrige Angebot sondern auch die Tatsache, dass die AUA ihren eigenen Aktienanteil von 3,45 Prozent nicht zu den "Squeeze-Out"-Bedingungen abgeben musste - eine Ungleichbehandlung der Aktionäre, wie der Fonds argumentiert.
AUA Hauptversammlung bestätigt Katastrophenszenario
Das bestätigt AUA-Aufsichtsratspräsident Michaelis in der AUA Hauptversammlung am Dienstag, 14.7.2009!
Der österreichische Staat müsste für den Fall, dass der Verkauf der Austrian Airlines (AUA) an die Deutsche Lufthansa platzt, mehr als eine Milliarde Euro in die angeschlagene österreichische Fluggesellschaft einschießen.
Auf Fragen von Anlegern nach dem zusätzlichen Mittelbedarf im "Plan-B" sagte AUA-Aufsichtsratspräsident Peter Michaelis bei der AUA-Hauptversammlung am Dienstag, dass der Betrag dann über dem Doppelten jenes Betrags liegen würde, der jetzt beantragt sei.
Im EU-Beihilfeverfahren geht es aktuell wie berichtet um einen Staatszuschuss von 500 Mio. Euro, der beim Verkauf an die Lufthansa für die AUA fließen sollte.
Die Lufthansa pokert indessen weiter mit der zuständigen EU-Kommissarin.